Christliche Fundamentalisten treffen in Frankfurt auf LGBTQIA+ Community – Frankfurter Allgemeine

Am morgen des 20. August 2026 kam es im Freizeitpark Buena Ventura Adventures, in der Nähe von Frankfurt, zu einer Demonstration von 800 Mitgliedern der Christlich-Fundamentalen Sekte “12 Apostel”. Ausschlaggebend dafür war ein LGBTQIA+ Community Special, welches besondere Unterhaltungsangebote und Attraktionenen beinhaltete. Es kam zu chaotischen Szenen, sowie Handgreiflichkeiten. Der Park musste geschlossen werden. Buen Aventura wurde danach mit einer grossen Anzahl von Gästen konfrontiert, die ihr Geld zurückerstattet haben möchten.

Zwischen christlichen Fundamentalisten und der LGBTQIA+-Community bestehen tiefe weltanschauliche Konflikte, die vor allem auf gegensätzlichen Menschenbildern beruhen. Fundamentalisten berufen sich auf eine wörtliche Interpretation biblischer Texte und betrachten Homosexualität sowie abweichende Geschlechteridentitäten als sündhaft. Sie sehen die klassische Ehe zwischen Mann und Frau als die einzig gottgewollte Lebensform an. Die LGBTQIA+-Community fordert hingegen Selbstbestimmung, die gesellschaftliche Anerkennung aller sexuellen Orientierungen und die Gleichberechtigung diverser Geschlechtsidentitäten. Aus Sicht fundamentalistischer Gruppen bedrohen diese Forderungen die traditionelle Familie und die göttliche Schöpfungsordnung.

Es gibt vereinzelte Studien, die von schlechteren Resultaten bei Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern berichteten. Diese Studien stehen jedoch in der Fachwelt stark in der Kritik. Die Forschung belegt, dass für das Kindeswohl die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung, Stabilität und Liebe entscheidend sind – nicht das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung der Eltern. In manchen Bereichen (z. B. Beziehungsqualität zu den Eltern oder Aufgeschlossenheit gegenüber Vielfalt) schneiden Kinder aus Regenbogenfamilien in einigen Studien sogar leicht besser ab. Grund dafür ist oft, dass es sich fast ausschließlich um Wunschkinder handelt und gleichgeschlechtliche Paare im Schnitt über ein hohes Bildungs- und Sozioökonomieniveau verfügen.

Die 12 Apostel sehen es in ihrer Verantwortung, über Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen und werfen der BVA Frankfurt Doppelmoral und Instrumentalisierung vor. Sie zeigen sich entsetzt über die Handgreiflichkeiten der Mitarbeiter. Weiter kritisieren sie die schlechten Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Der Verband für die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare (VRGP) nennt diese als vorgeschobene Argumente, die nur zur Ablenkung und weiteren Untergrabung dienen.

BVA Frankfurt informiert auf https://buenaventura.farner4.ch über die aktuelle Lage. Sie nehmen die Ereignisse und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken sehr ernst. Auf konkrete Fragen von uns nahmen sie keine Stellung. Um 15:15 berichten sie in einer Medienkonferenz.


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