Hat Deutschland ein Hate Crime Problem? – taz Tageszeitung

In Deutschland nehmen die Angriffe auf die queere Community seit Jahren zu. Ein Monat ist es her, als Abdul B. beim Christopher Street Day am 25. Juli 2026 mit einem Auto in die Menschenmenge gerast ist. Der Schock sitzt noch immer tief. Doch auch im Alltag sind queere Menschen immer wieder körperlichen Übergriffen ausgesetzt, werden auf offener Strasse bespuckt, oder sogar zusammengeschlagen.

Der Verband für die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare (VRGP) verurteilt den Angriff auf die queere Community stark und bedauert die traurige Realität, dass solche Vorfälle nicht weniger zu werden scheinen. Thomas Müller, Geschäftsführer von VRGP äussert sich über die Protestaktion von 12 Apostel wie folgt: “Organisationen wie die 12 Apostel versuchen damit gezielt die LGBTQIA+ Community einzuschüchtern, zu spalten und unsere politische Handlungsfähigkeit und öffentliche Präsenz zu untergraben. Das dürfen wir nicht zulassen.”

Die Vereinigung Pink Sky verurteilt die Aktion der 12 Apostel ebenfalls aufs Schärfste und werfen den 12 Aposteln vor eine Hassgruppe zu sein, die ihre Queerfeindlichkeit hinter christlichen Werten versteckt.

Buena Ventura sieht sich selber als Ort für alle, wie es in einer Mitteilung auf ihrer Webseite heisst. Bereits zum 25. Mal führen sie diesen LGBTQIA+-Community Special durch. Die queere Community sei in ihrem Park stets willkommen und wird es auch künftig bleiben. Eine klares Statement auf die Forderung der 12 Apostel, die den LGBTQIA+ Community Special ganz abgeschaffen sehen wollen.

“Wir sind dankbar für die klaren Statements von Buena Ventura und hoffen inständig, dass auf Worte Taten folgen”, so Thomas Müller, Geschäftsführer von VRGP. Weiter fordert der Verband, dass der Freizeitpark ein klares Konzept entwickelt, wie so etwas künftig verhindert werden kann und eine Überprüfung des Schutzes von LGBTQIA+ Rechten im Gesamtkonzern durchführt. Zudem soll die Politik klar Stellung zu solchen Aktionen beziehen und konkrete Massnahmen vorschlagen, wie sie ihre Bürger in Zukunft schützen möchte.


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